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Fatih                          SPANIEN


Sprachen


In Spanien wird überwiegend Kastilisch, Katalanisch, Galicisch und Baskisch gesprochen. Kastilisch ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei Sprachen in den entsprechenden Autonomen Gemeinschaften diesen Status genießen.


Ferner ist in der Autonomen Gemeinschaft Valencia eine Variation des Katalanischen, Valencianisch, auf den Balearen eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquinische, und in Teilen des Territoriums von Navarra Baskisch kooffizielle Amtssprache. Im Val d'Aran hat Aranesisch, eine Variante des Gascognischen, offiziellen Status. Daneben existieren einige Sprachen, welche nur noch von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden und nicht den Status einer Amtssprache haben. Zu diesen zählen Asturleonesisch und Aragonesisch. Im Jálama-Tal (Provinz Cáceres) nahe der portugiesischen Grenze, wird A Fala, ein Dialekt der Galicisch-Portugiesischen Sprache, gesprochen. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight.


Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig.


Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerung sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich.


In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt, Kastilisch darf dort jedoch von allen Studierenden in Unterricht und Klausuren benutzt werden.



Lage

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der Iberischen Halbinsel, zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher und 3° östlicher Länge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla). Spanien nimmt sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán, Perejil sowie die Islas Columbretes.


Die Städte Ceuta und Melilla liegen an der marokkanischen Mittelmeerküste in Nordafrika. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien, auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Touriñán (ebenfalls in Galicien), der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa und der östlichste das Cap de Creus an der Costa Brava. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1.020 km. Der westlichste und der südlichste Punkt Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel Hierro, der östlichste auf der Baleareninsel Menorca.


Der größte (und einzige Gletscher-) See Spaniens ist der Lago de Sanabria mit einer Ausdehnung von 368 Hektar und einer größten Tiefe von 55 m.

Wirtschaftskennzahlen

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:


Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der Iberischen Halbinsel, zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher und 3° östlicher Länge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla). Spanien nimmt sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán, Perejil sowie die Islas Columbretes.


Die Städte Ceuta und Melilla liegen an der marokkanischen Mittelmeerküste in Nordafrika. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien, auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Touriñán (ebenfalls in Galicien), der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa und der östlichste das Cap de Creus an der Costa Brava. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1.020 km. Der westlichste und der südlichste Punkt Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel Hierro, der östlichste auf der Baleareninsel Menorca.


Der größte (und einzige Gletscher-) See Spaniens ist der Lago de Sanabria mit einer Ausdehnung von 368 Hektar und einer größten Tiefe von 55 m.


Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der Iberischen Halbinsel, zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher und 3° östlicher Länge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla). Spanien nimmt sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán, Perejil sowie die Islas Columbretes.


Die Städte Ceuta und Melilla liegen an der marokkanischen Mittelmeerküste in Nordafrika. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien, auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Touriñán (ebenfalls in Galicien), der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa und der östlichste das Cap de Creus an der Costa Brava. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1.020 km. Der westlichste und der südlichste Punkt Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel Hierro, der östlichste auf der Baleareninsel Menorca.


Der größte (und einzige Gletscher-) See Spaniens ist der Lago de Sanabria mit einer Ausdehnung von 368 Hektar und einer größten Tiefe von 55 m.




Größte Städte

Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2005)


Liste der Städte in Spanien

1. Madrid - 3.155.359

2. Barcelona - 1.593.075

3. Valencia - 796.549

4. Sevilla - 704.154

5. Zaragoza - 647.373

6. Málaga - 558.287

7. Murcia - 409.810

8. Las Palmas de Gran Canaria - 378.628

9. Palma - 375.773

10. Bilbao (bask. Bilbo) - 353.173

11. Valladolid - 321.713

12. Córdoba - 319.692

13. Alicante - 319.380

14. Vigo - 293.725

15. Gijón - 273.931

16. L'Hospitalet de Llobregat - 252.884

17. A Coruña - 243.349

18. Granada - 236.982

19. Vitoria-Gasteiz - 226.490

20. Santa Cruz de Tenerife - 221.567

21. Badalona - 218.553

22. Elche - 215.137

23. Oviedo - 212.174

24. Móstoles - 204.463

25. Cartagena - 203.945

26. Alcalá de Henares - 197.804

27. Sabadell - 196.971

28. Jerez de la Frontera - 196.275

29. Fuenlabrada - 195.131

 30. Terrassa - 194.947

31. Pamplona - 193.328

32. Santander - 183.955

33. Donostia-San Sebastián - 182.930

34. Almería - 181.702

35. Leganés - 181.248

36. Burgos - 172.421

37. Castellón de la Plana - 167.455

38. Alcorcón - 162.524

39. Salamanca - 160.331

40. Albacete - 159.518

41. Getafe - 157.397

42. Huelva - 145.150

43. Logroño - 144.935

44. Badajoz - 143.019

45. San Cristóbal de La Laguna - 141.627

46. León - 136.414

47. Cádiz - 135.816

48. Tarragona - 128.152

49. Lleida - 124.709

50. Marbella - 124.333

51. Santa Coloma de Gramenet - 118.129

52. Mataró - 116.698

53. Jaén - 116.540

54. Dos Hermanas - 112.273

55. Algeciras - 111.283

56. Torrejón de Ardoz - 109.483

57. Ourense - 108.358

58. Alcobendas - 103.149  




Sprachen

 

Sprachen in Spanien:

¦¦ nur Kastilisch

¦¦ Katalanisch

¦¦ Baskisch

¦¦ Galicisch

¦¦ A Fala ¦¦ Asturleonesisch

¦¦ Extremadurisch

¦¦ Aragonesisch

¦¦ Aranesisch

 

Ausbreitung der Sprachen auf der iberischen Halbinsel vom 13. bis zum 21. Jahrhundert:

¦¦ nur Kastilisch

¦¦ Katalanisch

¦¦ Aragonesisch

¦¦ Baskisch ¦¦ Asturleonesisch

¦¦ Galicisch-Portugiesisch

¦¦ Arabisch

In Spanien wird überwiegend Kastilisch, Katalanisch, Galicisch und Baskisch gesprochen. Kastilisch ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei Sprachen in den entsprechenden Autonomen Gemeinschaften diesen Status genießen.


Ferner ist in der Autonomen Gemeinschaft Valencia eine Variation des Katalanischen, Valencianisch, auf den Balearen eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquinische, und in Teilen des Territoriums von Navarra Baskisch kooffizielle Amtssprache. Im Val d'Aran hat Aranesisch, eine Variante des Gascognischen, offiziellen Status. Daneben existieren einige Sprachen, welche nur noch von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden und nicht den Status einer Amtssprache haben. Zu diesen zählen Asturleonesisch und Aragonesisch. Im Jálama-Tal (Provinz Cáceres) nahe der portugiesischen Grenze, wird A Fala, ein Dialekt der Galicisch-Portugiesischen Sprache, gesprochen. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight.


Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig.


Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerung sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich.


In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt, Kastilisch darf dort jedoch von allen Studierenden in Unterricht und Klausuren benutzt werden



Flagge

 

Flagge Spaniens im Plaza de Colón, MadridDie ersten Flaggen der Königreiche auf der iberischen Halbinsel waren Wappenbanner, Flaggen welche die Wappen der Könige wiedergaben. Mit der Vereinigung der Reiche wurden auch die Wappen in ein einziges vereinigt. Das königliche Banner von 1492 zeigt die Wappen von Kastilien, León, Aragón und Grenada.


Von 1506 bis 1785 zeigte die spanische Kriegsflagge mit Hinweis auf die Herkunft der herrschenden Dynastie das Kreuz von Burgund. Sie wurde auch nach dem Übergang der Herrschaft auf das Haus Habsburg, welches das Haus Burgund in Spanien beerbt hatte, und in der Bourbonen-Zeit weiterverwendet. Sie war auch die vorherrschende Flagge in den spanischen Kolonien, als diese noch unter der unmittelbaren Herrschaft des Mutterlandes standen. Diese Flagge war allerdings keine Nationalflagge im heutigen Sinne, weil das Konzept Nation damals noch nicht existierte. Die Aufgabe, den Staat zu repräsentieren, trug nach wie vor das königliche Wappen, welches in Form einer Flagge auf rotem oder weißen Grund gezeigt wurde.


Um in Seeschlachten die Schiffe der Armada besser erkennen zu können, entschied Karl III., eine neue Marine- und Militärflagge einzuführen. Von mehreren ihm vorgelegten Entwürfen wählte er eine gelbe Flagge mit zwei horizontalen roten Streifen am oberen und unteren Rand aus (Proportionen 1:2:1) und erklärte sie am 28. Mai 1785 zur neuen Flagge. Diese Flagge war die direkte Vorläuferin der modernen spanischen Flagge. Als königliche Standarte trug sie das Wappen von Kastilien und León (Burg und Löwe). Die Handelsmarine verwendete ab dieser Zeit eine ähnliche Flagge, allerdings begannen die roten Streifen nicht am Flaggenrand, sondern waren von diesem durch gelbe Streifen getrennt. Die Farbreihenfolge war also gelb-rot-gelb-rot-gelb mit Proportionen 1:1:2:1:1. Letztere Flagge wurde noch bis 1927 benutzt.




Die 1.und 2.Flagge



           


Flagge der 1. spanischen Republik, 1873 bis 1874)        Flagge der 2. spanischen Republik, 1931 bis

                                                                                                  1939



Unter dem Franco-Regime (1936-1975) wurde 1938 zum alten Farbschema rot-gelb-rot zurückgekehrt. Während des Bürgerkrieges hatte sich der Gebrauch der älteren, von den Farben der Republik abweichenden Flagge, innerhalb der Verbände der Nationalisten etabliert. 1945 wurde schließlich ein neues Flaggengesetz erlassen, welches die Details des Wappens auf der rot-gelb-roten Flagge regelte. Das Staatswappen wurde hier von einem Adler gehalten. Zu seiner rechten und linken sah man Joch und Pfeilbündel und die stilisierten Säulen des Herkules, welche in den inoffiziellen Armeeflaggen bereits ab 1940 aufgetaucht waren. Die Losung lautete "VNA GRANDE LIBRE" (Einig Groß Frei). Die Fahne wurde nach Francos Tod 1977 modifiziert und mit dem Übergang Spaniens zur konstitutionellen Monarche 1981 abgeschafft.


Das Seitenverhältnis der rot-gelb-rot gestreiften Flaggen blieb immer unverändert bei 2:3.


Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Spaniens


Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten, die Vasconen und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (von phönizisch "Ishapan" = "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Im Frühmittelalter zogen die Westgoten nach Gallien und gründeten dort, das so genannte Tolosanisches Reich (nach der Hauptstadt Tolosa, heute Toulouse), das auch weite Teile Iberiens umfasste. Nach den Kriegen mit den Franken, schrumpfte das Reich nur mehr auf seinen iberischen Teil zusammen, das dann als Toledanisches Reich (nach der neuen Hauptstadt Toledo) bezeichnet wurde.


Im 8. Jahrhundert eroberten die Mauren das Land, die es durch ihre jahrhundertelange Vorherrschaft entscheidend geprägt haben und deren arabisches Erbe sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache niedergeschlagen hat. Der Vertreibung der Mauren von der Iberischen Halbinsel (der sogenannten Reconquista) folgte eine Verfolgung religiöser Minderheiten. Die "Katholischen Könige" Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón wollten keine Nichtkatholiken mehr in ihrem Machtbereich dulden. Moslems und Juden wurden genötigt, sich taufen zu lassen. 1478 wurde die spanische Inquisition eingerichtet, um nur äußerlich konvertierte "Ungläubige", die insgeheim ihren früheren Glauben praktizierten, aufzuspüren und zu bestrafen. Am 31. März 1492 erließen Isabella I. und Ferdinand II. das Alhambra-Edikt, wonach alle nicht zwangstaufwilligen der 300.000 Juden[11] die Iberische Halbinsel zu verlassen hatten (Sephardim). 1609 ließ Philipp III. sogar die Moriscos vertreiben, Nachfahren von zum Christentum übergetretenen Mauren.


Im 15. Jahrhundert vereinigten sich die Königreiche von Kastilien und Aragón. Aragón war zu dieser Zeit schon lange eine wichtige Seemacht im Mittelmeer, Kastilien stand in Konkurrenz mit Portugal um die Vorherrschaft auf dem Atlantischen Ozean. Mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zu einer christlichen Weltmacht auf. Das spanische Kolonialreich erstreckte sich um 1600 über weite Teile Süd- und Mittelamerikas, den südlichen Teil der heutigen USA und die Philippinen. Als Engländer und Franzosen ebenfalls ihre Bemühungen um Kolonien verstärkten, verlor Spanien allmählich seine Vormachtstellung. Die Befreiungskriege der amerikanischen Staaten, insbesondere der Mexikanische und die Südamerikanischen Unabhängigkeitskriege Anfang des 19. Jahrhunderts brachten den meisten Kolonien die Unabhängigkeit. 1898 gingen im Spanisch-Amerikanischen Krieg die letzten größeren Besitztümer an die Vereinigten Staaten verloren, was das Ende des Kolonialreiches bedeutete. Die später hinzugekommenen afrikanischen Kolonien (Spanisch-Marokko, Spanisch-Sahara und Äquatorialguinea) erlangten schließlich im 20. Jahrhundert ihre Unabhängigkeit.


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Spanien größtenteils ein rückständiges Agrarland geprägt von feudalen Eigentumsverhältnissen, die wenige vorhandene Industrie konzentriert sich im Wesentlichen auf Katalonien und das Baskenland. Im Jahr 1923 übernimmt General Miguel Primo de Rivera die Macht und installiert eine Militärdiktatur, diese kann sich aber wegen der drängenden gesellschaftlichen Probleme nicht lange halten und 1931 wird Spanien zur Republik. Die ererbten politischen und sozialen Konflikte belasteten die Zweite Republik von Beginn an, bereits 1932 kam es zum ersten Putschversuch rechter Militärs unter Führung von General Sanjurjo. Im Jahr 1934 ereigneten sich eine Reihe von linken Aufständen die z.T. sehr blutig niedergeschlagen wurden. Die politische Instabilität, die vor allem von den extremen Vertretern linker und rechter Positionen und ihren paramilitärischen Verbänden, aber auch von Mitgliedern regulärer Sicherheitskräfte geschürt wurde, verschärfte sich nach dem Sieg der Volksfront aus linksliberalen, sozialistischen und kommunistischen Parteien bei den Parlamentswahlen vom 17. Februar 1936.


Im Juli 1936 putschen Teile des Militärs unter Führung von General Franco gegen die Regierung, der Putsch ist nur in einigen Landesteilen erfolgreich und scheitert in den wichtigen politischen und industriellen Zentren des Landes (u.a. Madrid, Katalonien, Baskenland). Es folgt der Spanische Bürgerkrieg, in dessen Verlauf die Putschisten wichtige Hilfe durch das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland erhielten, während die liberalen Demokratien Frankreich und Großbritannien eine Nichteinmischungspolitik praktizierten und damit den Siegeszug Francos gegen die Republik begünstigten.


1939 endet der Krieg mit dem Sieg des national-konservativen Spaniens über das republikanische Spanien. Die Epoche der franquistischen Diktatur beginnt mit einer mehrjährigen Phase gewaltsamer Säuberungen und führte das Land in eine langanhaltende politische und gesellschaftliche Lethargie. Nach dem Tod Francos (1975) wird König Juan Carlos, als vom Diktator bestimmter Nachfolger, Staatsoberhaupt Spaniens und leitet einen Demokratisierungsprozess (span. Transición) ein. Mit der Verabschiedung der Verfassung 1978 wird Spanien zu einer konstitutionellen Monarchie. Seit der Endphase der Diktatur und besonders während der Transition kommt es zu massiver Aktivität der ETA und anderer linker wie auch rechter Terrorgruppen. Im Jahr 1981 erfolgt noch einmal ein Putschversuch  rechter Militärs und Teile der paramilitärischen Guardia Civil gegen die demokratische Regierung.


Die Transition endet 1982 mit der Regierungsübernahme durch die sozialdemokratische Partei von Felipe González (PSOE). Während der 1980er wird Spanien Mitglied der NATO und der EU und erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig wurde im Kampf gegen die ETA eine staatsterroristische Gruppe (GAL) aufgestellt, die mit Folter und Mord den baskischen Separatismus bekämpfte, diese Epoche ist in Spanien als "schmutziger Krieg" (span. guerra sucia) bekannt. Der Skandal um die GAL-Verwicklungen hoher Regierungsmitglieder führte 1996 zu einer Wahlniederlage von PSOE. In der Folge wurde José María Aznar (Partido Popular, PP) neuer Ministerpräsident. Nach zwei Legislaturperioden die von zahlreichen Skandalen und innenpolitischen Konflikten (Irakkrieg) geprägt waren verlor PP, unter dem Eindruck der Madrider Zuganschläge vom 11. März 2004, die Parlamentswahlen (14. März 2004). Seit 2004 führt José Luis Rodríguez Zapatero (PSOE) in Madrid eine Minderheitsregierung.

Grundschule an der Walliser Straße, München