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Stellungnahme des Rektors zur Berichterstattung der tz vom Montag, 20. November 2017


In dem  Artikel vom Montag, 20. November 2017 sind offensichtlich Dinge falsch interpretiert worden.


1. Ich freue mich darüber, dass wir einen Hausmeister haben, der der bayrischen Sprache mächtig ist.

2. Unser Hausmeister wird auf der Homepage als ein pfundiger, griabiger Bayer dargestellt, der seine Verdienste hat und der den Eltern am Telefon entgegenkommt.

3. Ich selbst wuchs in Bayern auf und bin der bayrischen Sprache mächtig. Meine Konrektorin ist gebürtige Straubingerin und spricht einen unverkennbaren niederbayrischen Dialekt. Aus diesem Grunde war es ihr auch sehr wichtig, die letzten zwei Jahre eine Arbeitsgemeinschaft bayrische Sprache zu leiten.


Als Schulleiter weiß ich selbstverständlich sehr gut, dass die Förderung des bayrischen Dialekts, der bayrischen Lebensart und bayrischer Bräuche an einer Schule sehr wichtig ist.  So lesen wir im Paragrafen 131 der bayrischen Verfassung , dass die Schülerinnen und Schüler in der Liebe zur bayrischen Heimat und im Sinne der Völkerversöhnung zu erziehen sind.

Mit dem bayrischen Dialekt verbinden wir Gefühle, die in unserer Kindheit gelegt werden. Nähe und Vertrautheit, Zugehörigkeit und Heimat:  Kinder profitieren von dem Nebeneinander von Dialekt und Hochsprache.

Gerade an einer Schule mit vielen Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund gehört die Pflege der bayrischen Lebensart  zum kleinen 1x1 des Sich-wohl-fühlens. Deshalb steht die Schule an der Walliser Straße für Offenheit und Toleranz, für das Leben und Leben lassen. Schauen Sie sich unsere bayrischen Schulfeste an, die bei uns seit Jahren Tradition sind. Die Schulfamilie erscheint dabei in Tracht, es werden bayrische Lieder und Tänze vorgetragen  und bayrische Spiele angeboten.

Betrachten Sie den Maibaum auf unserem Pausenhof. Er ist ein Stück bayrisches Brauchtum. Er wurde vom Hausmeister und mir aus dem Wald geschlagen, zurecht gesägt, gehobelt, bemalt und mit vielen kleinen Schildern bestückt. Auf dem Maifest stellten ihn Herr Greiner und einige Väter auf, darunter tanzte ich mit meiner Klasse den Original-Bandltanz! Alles nachzulesen in der Chronik unserer Homepage!


Fazit: 1. Die bayrische Sprache und das bayerische Wir-Gefühl werden an unserer Schule nicht nur gefördert, sie werden gelebt.

2. Der Hausmeister und die Schulleitung verwenden selbstverständlich die bayrische Sprache. Sie gehört zu uns wie der weiß-blaue Himmel zu Bayern.


Viel Lärm um nichts, liebe tz-Redakteure!


Stefan Inderst, Rektor



PS: Hier ein Link auf unsere Website, die dokumentiert, wie hier gelebt wird.


http://www.gswalliser.musin.de/AuP/Schulleben/-120502_Bayerische_Traditionen_an_der_Walliser_Schule_wir_feiern_ein_Maifest_/-Bayerische_Traditionen_an_der_Walliser_Schule_wir_feiern_ein_Maifest_.htm







Stefan Inderst, Rektor

Grundschule an der Walliser Straße, München