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Grundschule an der Walliser Straße, München: AG Computer und Technik

Das Universum




Am Nachthimmel können wir mit dem bloßen Auge viele tausend Sterne sehen.


Mit großen Teleskopen können wir noch viel weiter ins Weltall hinausschauen - über 100.000.000.000.000.000.000.000 Kilometer, das ist eine Eins mit 23 Nullen! Wir sehen Milliarden von Galaxien, und darin wieder Milliarden von Sternen. Kurz gesagt: Das Universum ist unvorstellbar groß und voller Sterne. Aber wie ist es entstanden?

Wissenschaftler beobachten ständig das Universum. Dabei haben sie eine interessante Beobachtung gemacht: Alle Galaxien im Universum fliegen voneinander weg - und zwar je schneller, umso weiter sie entfernt sind. Das Weltall dehnt sich also aus und wird immer größer. Das bedeutet umgekehrt: In der Vergangenheit war das Weltall kleiner. Wenn man die Bewegung der Galaxien weit zurückverfolgt, treffen sich alle zu einem Zeitpunkt vor etwa 14 Milliarden Jahren. Damals war das gesamte Universum mit allem, was wir heute darin sehen, nicht größer als ein Stecknadelkopf - ungeheuer dicht zusammengepresst und sehr heiß. In einer gewaltigen Explosion, die man "Urknall" nennt, flog alles auseinander: Das Universum war geboren und dehnt sich seitdem in alle Richtungen aus. Und was war vor dem Urknall? Das wissen wir nicht, denn weiter als bis zum Urknall können die Wissenschaftler nicht zurückrechnen.



Das Schwarze-Loch


Der Ausdruck Schwarzes Loch wurde 1967 von John Archibald Wheeler geprägt und verweist auf den Umstand, dass auch elektromagnetische Wellen, wie etwa sichtbares Licht, den Ereignishorizont nicht verlassen können und es einem menschlichen Auge daher vollkommen schwarz erscheint. Im Weltraum entstehen Schwarze Löcher, weil ein Stern aufgrund seiner eigenen Schwere zusammenbricht.


Ein Schwarzes Loch ist ein Sternrest, mit einer unvorstellbar hohen Anziehungskraft. Wenn Sternreste mehr als drei Sonnenmassen haben (1 Sonnenmasse = die Masse unserer Sonne und eine Grundeinheit der Astronomie), schrumpfen sie zu so winzigen Gebilden zusammen, dass an ihrer Oberfläche eine unvorstellbare Anziehungskraft herrscht. Sie ist so hoch, dass selbst Licht nicht mehr nach außen dringen kann. Deshalb kann man den Sternrest nicht sehen und nennt ihn schwarz. Als Loch wird er bezeichnet, weil alles, was in ihn hineinfällt nicht mehr herauskommt.

Ein Schwarzes Loch ist eines der mysteriösesten Gebilde des Universums. Dass es so etwas überhaupt gibt, ist erst seit etwa 50 Jahren bekannt.


Schwarze Löcher zu finden ist schwierig, denn sie senden keinerlei Licht aus, sind also so gut wie unsichtbar. Dass man sie dennoch entdecken konnte, liegt daran, dass sie sich auf andere Art und Weise bemerkbar machen. Ein Schwarzes Loch ist tasächlich so etwas wie ein Loch im Weltraum. Es verbiegt den Raum mit seiner großen Gravitation derart, dass ein Loch entsteht, aus dem nichts mehr entkommen kann, wenn es einmal hineingeraten ist. Nicht einmal Lichtstrahlen können ihm entweichen.


Aktive Schwarze Löcher saugen Materie aus ihrer Umgebung auf und werden so noch schwerer. Ihr Einflussbereich vergrößert sich, und sie können sich neue Materie holen. Es gibt aber auch 'schlafende' Schwarze Löcher, die zwar da sind, aber nicht an Materie herankommen. Nähert sich ihnen zufällig etwas, erwachen sie wieder und verschlingen es.


Schwarze Löcher sind ein wichtiger Baustein des Weltalls. Ohne sie sähe es wohl völlig anders aus. Vermutlich gäbe es dann gar keine Galaxien. Welchen Einfluss Schwarze Löcher auf die Entstehung von Galaxien haben, wird derzeit erforscht.


Ein Schwarzes Loch ist deshalb so schwarz, weil es kein Licht aussendet. Vorbeikommende Lichtstrahlen werden durch seine enorme Schwerkraft von ihrer ursprünglichen Bahn abgelenkt. Je nachdem, wie nahe ein Lichtstrahl einem Schwarzen Loch kommt, hat das ganz unterschiedliche Auswirkungen auf ihn. In der Abbildung ziehen 5 Lichtstrahlen ganz nahe an einem Schwarzen Loch vorbei.



geschrieben von Mateo